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SUCHBEGRIFF LEXIKON: monitor Ein Bildschirm (auch Monitor) ist ein Ausgabegerät, bzw. ein Teil eines Ausgabegerätes zur Darstellung von Zeichen oder Bildern. Es ist somit eine Anzeige im technischen Sinne. Die Bildschirmgröße wird in Zoll angegeben und bezieht sich immer auf die Diagonale der Bildröhre, diese ist in der Regel etwas größer als die sichtbare Diagonale. Weiter Kennwerte eines Monitors sind die maximale Vertikalfrequenz, aus der sich für eine bestimmte Auflösung (z.B. 1024 x 768) eine Bildwiederholfrequenz (z.B. 80 Hz) ergibt, die Helligkeit, der Kontrast, die Reaktionszeit sowie besonders bei Dünnschichttransistor-Monitoren die Anzahl der Pixel und der maximale Blickwinkel. Geschichte [Bearbeiten]Als Ausgabegerät für Computer kommen Bildschirme auf Basis von Braunschen Röhren seit den 1950er Jahren zum Einsatz, zunächst mit vektorieller Ansteuerung (siehe Vektorgrafik). Die später aufgekommenen Videoterminals verwenden vorwiegend Rastergrafiken zum Aufbau des Bildes. Bei den meisten Videoterminals lassen sich die einzelnen Bildpunkte nicht direkt ansprechen, vielmehr übernimmt ein Character Prozessor die Darstellung von einzelnen Zeichen; die Anzahl und das Aussehen darstellbarer Zeichen ist somit durch diesen vorgegeben. In den frühen 1980er Jahren wurde zunehmend die graphische Ausgabe wichtiger, treibend hierbei war unter anderem die Entwicklung von Computer Aided Design (CAD) und von grafischen Benutzeroberflächen (GUI, Graphical User Interface), die mit dem Macintosh populär wurden. In jüngster Zeit eroberten auf Flüssigkristalltechnik basierende Flachbildschirme den Massenmarkt; 2003 wurden nach einer Erhebung der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Deutschland erstmals mehr Flüssigkristallbildschirme abgesetzt als konventionelle Geräte mit Bildröhre. 3D-Monitore: Seit etwa 2001 gibt es auch Bildschirme, die dreidimensionale Bilder darstellen können, so genannte autostereoskopische Displays oder auch 3D-Monitore. Die Entwicklung befindet sich jedoch noch im Anfangsstadium, eine befriedigende virtuelle Realität ist mit ihnen noch nicht möglich. Darstellungstechniken [Bearbeiten]Verwendete Darstellungstechniken sind: Kathodenstrahlröhrenbildschirm (CRT (Abk. für engl. Cathode Ray Tube), Röhrenbildschirm) Flüssigkristallbildschirm (LCD, Flachbildschirm) Dünnschichttransistorbildschirm (TFT, Flachbildschirm) SED (Display) (Surface-Conduction Electron-Emitter Display) Plasmabildschirm OLED (Organic Light Emitting Diode) Anwendungsgebiete [Bearbeiten]Anwendung finden diese in: Fernsehgeräten Monitoren für Computer, Radargeräte, Oszilloskope Notebooks PDAs (Handhelds, Organizer) Mobiltelefone Digitalkameras Dieser Artikel basiert auf dem Artikel monitor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. computer Ein Computer, auch Rechner genannt, ist ein Apparat, der Informationen mit Hilfe einer programmierbaren Rechenvorschrift verarbeiten kann. Der englische Begriff computer, abgeleitet vom Verb to compute (rechnen), bezeichnete ursprünglich Menschen, die zumeist langwierige Berechnungen vornahmen, zum Beispiel für Astronomen im Mittelalter. In der Namensgebung des 1946 der Öffentlichkeit vorgestellten Electronic Numerical Integrator and Computer (kurz ENIAC) taucht erstmals das Wort als Namensbestandteil auf. In der Folge etablierte sich Computer als Gattungsbegriff für diese neuartigen Maschinen. Zunächst war die Informationsverarbeitung mit Computern auf die Verarbeitung von Zahlen beschränkt. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit eröffneten sich neue Einsatzbereiche. Computer sind heute in allen Bereichen des täglichen Lebens vorzufinden: Sie dienen der Verarbeitung und Ausgabe von Informationen in Wirtschaft und Behörden, der Berechnung der Statik von Bauwerken bis hin zur Steuerung von Waschmaschinen und Automobilen. Die leistungsfähigsten Computer werden eingesetzt, um komplexe Vorgänge zu simulieren: Beispiele sind die Klimaforschung, thermodynamische Fragestellungen, medizinische Berechnungen – bis hin zu militärischen Aufgaben, zum Beispiel der Simulation des Einsatzes von nuklearen Waffen. Viele Geräte des Alltags, vom Telefon über den Videorekorder bis hin zur Münzprüfung in Warenautomaten, werden heute von integrierten Kleinstcomputern gesteuert (eingebettetes System). Grundsätzlich sind zwei Bauweisen zu unterscheiden: Ein Computer ist ein Digitalcomputer, wenn er mit digitalen Geräteeinheiten digitale Daten verarbeitet; er ist ein Analogcomputer, wenn er mit analogen Geräteeinheiten analoge Daten verarbeitet. Bis auf wenige Ausnahmen werden heute fast ausschließlich Digitalcomputer eingesetzt. Diese folgen gemeinsamen Grundprinzipien, mit denen ihre freie Programmierung ermöglicht wird. Bei einem Digitalcomputer werden dabei zwei grundsätzliche Bausteine unterschieden: Die Hardware, die aus den elektronischen, physisch anfassbaren Teilen des Computers gebildet wird, sowie die Software, die die Programmierung des Computers beschreibt. Ein Digitalcomputer besteht zunächst nur aus Hardware. Die Hardware stellt erstens einen so genannten Speicher bereit, in dem Daten wie in Schubladen gespeichert und jederzeit zur Verarbeitung oder Ausgabe abgerufen werden können. Zweitens verfügt das Rechenwerk der Hardware über grundlegende Bausteine für eine freie Programmierung, mit denen jede beliebige Verarbeitungslogik für Daten dargestellt werden kann: Diese Bausteine sind im Prinzip die Berechnung, der Vergleich, und der bedingte Sprung. Ein Digitalcomputer kann beispielsweise zwei Zahlen addieren, das Ergebnis mit einer dritten Zahl vergleichen und dann abhängig vom Ergebnis entweder an der einen oder der anderen Stelle des Programms fortfahren. In der Informatik wird dieses Modell theoretisch durch die Turing-Maschine abgebildet; die Turing-Maschine stellt die grundsätzlichen Überlegungen zur Berechenbarkeit dar. Erst durch eine Software wird der Digitalcomputer jedoch nützlich. Jede Software ist im Prinzip eine definierte, funktionale Anordnung der oben geschilderten Bausteine Berechnung, Vergleich und Bedingter Sprung, wobei die Bausteine beliebig oft verwendet werden können. Diese Anordnung der Bausteine, die als Programm bezeichnet wird, wird in Form von Daten im Speicher des Computers abgelegt. Von dort kann sie von der Hardware ausgelesen und abgearbeitet werden. Dieses Funktionsprinzip der Digitalcomputer hat sich seit seinen Ursprüngen in der Mitte des 20. Jahrhunderts nicht wesentlich verändert, wenngleich die Details der Technologie erheblich verbessert wurden. Analogrechner funktionieren jedoch nach einem anderen Prinzip. Bei ihnen ersetzen analoge Bauelemente (Verstärker, Kondensatoren) die Logikprogrammierung. Analogrechner wurden früher häufiger zur Simulation von Regelvorgängen eingesetzt (siehe: Regelungstechnik), sind heute aber fast vollständig von Digitalcomputern verdrängt worden. Hardwarearchitektur Das heute allgemein angewandte Prinzip, das nach seiner Beschreibung durch John von Neumann von 1946 als „Von-Neumann-Architektur“ bezeichnet wird, definiert für einen Computer fünf Hauptkomponenten: die Recheneinheit (Arithmetisch-Logische Einheit (ALU)), die Steuereinheit, die Buseinheit den Speicher und die Eingabe- und Ausgabeeinheit(en). In den heutigen Computern sind die ALU und die Steuereinheit meistens zu einem Baustein verschmolzen, der so genannten CPU (Central Processing Unit, zentraler Prozessor). Der Speicher ist eine Anzahl von durchnummerierten „Zellen“; jede von ihnen kann ein kleines Stück Information aufnehmen. Diese Information wird als Binärzahl, also einer Abfolge von ja/nein-Informationen, in der Speicherzelle abgelegt – besser vorzustellen als eine Folge von Nullen und Einsen. Ein Charakteristikum der „Von Neumann-Architektur“ ist, dass diese Binärzahl (beispielsweise 01000001, was der Dezimalzahl 65 entspricht) entweder ein Teil der Daten sein kann (also zum Beispiel der Buchstabe „A“), oder ein Befehl für die CPU („Springe ...“). Wesentlich in der Von-Neumann-Architektur ist, dass sich Programm und Daten einen Speicherbereich teilen (dabei belegen die Daten in aller Regel den unteren und die Programme den oberen Speicherbereich). Dem gegenüber stehen in der sog. Harvard-Architektur Daten und Programmen eigene (physikalisch getrennte) Speicherbereiche zur Verfügung, dadurch können Daten-Schreiboperationen keine Programme überschreiben. In der Von-Neumann-Architektur ist die Steuereinheit dafür zuständig, zu wissen, was sich an welcher Stelle im Speicher befindet. Man kann sich das so vorstellen, dass die Steuereinheit einen „Zeiger“ auf eine bestimmte Speicherzelle hat, in der der nächste Befehl steht, den sie auszuführen hat. Sie liest diesen aus dem Speicher aus, erkennt zum Beispiel „65“, erkennt dies als „Springe“. Dann geht sie zur nächsten Speicherzelle, weil sie wissen muss, wohin sie springen soll. Sie liest auch diesen Wert aus, und interpretiert die Zahl als Nummer (so genannte Adresse) einer Speicherzelle. Dann setzt sie den Zeiger auf eben diese Speicherzelle, um dort wiederum ihren nächsten Befehl auszulesen; der Sprung ist vollzogen. Wenn der Befehl zum Beispiel statt „Springe“ lauten würde „Lies Wert“, dann würde sie nicht den Programmzeiger verändern, sondern aus der in der Folge angegebenen Adresse einfach den Inhalt auslesen, um ihn dann beispielsweise an die ALU weiterzuleiten. Die ALU hat die Aufgabe, Werte aus Speicherzellen zu kombinieren. Sie bekommt die Werte von der Steuereinheit geliefert, verrechnet sie (addiert beispielsweise zwei Zahlen, welche die Steuereinheit aus zwei Speicherzellen ausgelesen hat) und gibt den Wert an die Steuereinheit zurück, die den Wert dann für einen Vergleich verwenden oder wieder in eine dritte Speicherzelle zurückschreiben kann. Die Ein-/Ausgabeeinheiten schließlich sind dafür zuständig, die initialen Programme in die Speicherzellen einzugeben und dem Benutzer die Ergebnisse der Berechnung anzuzeigen. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel computer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. software Software [ˈsɒftweə(ɹ)] bezeichnet alle nichtphysischen Funktionsbestandteile (Hardware) eines Computers bzw. eines jeden technischen Gegenstandes, der mindestens einen Mikroprozessor enthält. Dies umfasst vor allem Computerprogramme sowie die zur Verwendung mit Computerprogrammen bestimmten Daten und auch die technischen Beschreibungen hierzu. Software wird häufig in Gegensatz zu Hardware gesetzt, welche den physischen Träger bezeichnet, auf der Software existiert und funktioniert und allein mit Hilfe dessen sie ihre Funktion erfüllen kann. In diesem Sinne wurde der Begriff erstmalig 1958 von John W. Tukey benutzt. Umgangssprachlich wird „Software“ oft auch ausschließlich für „aktive“ Daten, also ausführbare Computerprogramme gebraucht, „passive“ Daten fallen dabei weg. Inhaltsverzeichnis [Verbergen] 1 Arten von Software 2 Erstellung von Software 3 Wesen und Eigenschaften von Software 4 Juristische Definition 5 Lizenzmodelle 6 Software in der Betriebswirtschaft 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 9.1 Deutsch 9.2 Englisch Arten von Software [Bearbeiten]Software lässt sich nach verschiedenen Kriterien unterscheiden. Eine mögliche orientiert sich an einer büroorientierten Anwendersicht, welche eine konkrete Sicht auf die Funktionalisierung gibt. Systemsoftware, die für das ordentliche Funktionieren des Computers erforderlich ist (hierzu zählen insbesondere das Betriebssystem als auch zusätzliche Software wie Systemnahe Software), und Anwendungssoftware, die den Benutzer bei der Ausführung seiner Aufgaben unterstützt unddadurch erst den eigentlichen, unmittelbaren Nutzen stiftet. Software, die fest in einem Gerät zu dessen Steuerung untergebracht ist (z. B. in einem ROM), bezeichnet man auch als Firmware oder auch Eingebettete Software. Weitere Bezeichnungen für Software-Arten: Abandonware Adware Bananenware Beerware Cardware Careware Crippleware Demoware Donationware Freeware Freie Software Gemeinfreiheit (engl. „Public Domain“) Nagware Open Source Peaceware Schlangenöl Shareware Shovelware Stickware Vaporware Erstellung von Software [Bearbeiten]Die Entwicklung von Software ist ein komplexer Vorgang. Dieser wird durch die Softwaretechnik, einem Teilgebiet der Informatik, systematisiert. Hier wird die Erstellung der Software schrittweise in einem Prozess von der Analyse bis hin zum Testen als wiederholbarer Prozess beschrieben. Wesen und Eigenschaften von Software [Bearbeiten] Software im KaufhausSoftware ist vergegenständlichte, im Voraus geleistete geistige Arbeit: Vergegenständlicht heißt: Die Ergebnisse der geistigen menschlichen Tätigkeit liegen in Form eines Gegenstandes vor; hier in Form des auf dem Datenträger (CD-ROM, Magnetband, ...) gespeicherten Programms. Im Voraus geleistet meint: Die Programmautoren erarbeiten z.B. ein Lösungsverfahren für die korrekte Trennung aller deutschen Wörter in einem Textverarbeitungsprogramm. Damit ist im Voraus, also bevor diese Tätigkeit überhaupt anfällt, schon für alle Schreiber, die mit diesem Textverarbeitungsprogramm arbeiten, die geistige Arbeit „korrektes Trennen deutscher Wörter“ geleistet. Dabei kann ein Softwareentwickler mitunter auf „im Voraus“ von Dritten entwickelte Algorithmen zurückgreifen. Weitere Eigenschaften von Software sind: Standardsoftware (im Gegensatz zu Individualsoftware) wird nur einmalig erzeugt und kann dann mit verhältnismäßig geringen Kosten kopiert und verteilt werden und breite Wirkung entfalten; Kosten entstehen durch den Datenträger, Werbung, Herstellen von Schulungsunterlagen und durch etwaige Lizenzen. Software verschleißt nicht durch Nutzung. Auch verbesserte Software (neue Versionen) lässt die bisherigen Versionen nicht unbedingt veralten, solange sie ihren Zweck erfüllen. Software ist austauschbar, aktualisierungsfähig, korrigierbar und erweiterbar, insbesondere dann, wenn Standards eingehalten und der Quelltext verfügbar ist. Software kann vorkonfiguriert werden, um so eine Neuinstallation zu beschleunigen und um Fehler bei der Konfiguration zu minimieren. Software tendiert dazu, um so mehr Fehler zu enthalten, je neuer und je komplexer sie ist. Außer bei Software von trivialem Funktionsumfang ist daher nicht von Fehlerfreiheit auszugehen. Fehler werden häufig erst nach Veröffentlichung einer neuen oder funktionserweiterten Software bekannt. Diese werden dann oftmals durch Veröffentlichung einer um die bekannt gewordenen Fehler bereinigten Softwareversion oder eines Patches behoben. Softwarefehler bezeichnet man auch als Bugs. Der Beweis der Fehlerfreiheit ist in der Regel nicht zu erbringen. Nur bei formaler Spezifikation der Software ist der mathematische Beweis ihrer Korrektheit (Software) theoretisch überhaupt möglich. Juristische Definition [Bearbeiten]In der Rechtsprechung wird zwischen Individualsoftware und Standardsoftware unterschieden: Bei dem Erwerb von Individualsoftware wird ein Werkvertrag bzw. Werklieferungsvertrag abgeschlossen, der Erwerb von Standardsoftware gilt als Sachenkauf. Siehe auch: Seriennummer, Shareware, Spyware, Adware, Langzeitarchivierung Dieser Artikel basiert auf dem Artikel software aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. virenprogramm Ein Computervirus (Singular; das, auch der Computervirus; Plural: Computerviren) ist ein sich selbst vermehrendes Computerprogramm, welches sich in andere Computerprogramme einschleust und sich damit reproduziert. Die Klassifizierung als Virus bezieht sich hierbei auf die Verbreitungs- und Infektionsfunktion. Einmal gestartet, kann es vom Anwender nicht kontrollierbare Veränderungen am Status der Hardware (zum Beispiel Netzwerkverbindungen), am Betriebssystem oder an der Software vornehmen (Schadfunktion). Computerviren können durch vom Ersteller gewünschte oder nicht gewünschte Funktionen die Computersicherheit beeinträchtigen und zählen zur Malware. Der Begriff Computervirus wird auch fälschlich für Computerwürmer und Trojanische Pferde genutzt, da der Übergang inzwischen fließend und für Anwender oft nicht zu erkennen ist. Inhaltsverzeichnis [Verbergen] 1 Arbeitsweise 2 Unterschied zwischen Virus und Wurm 3 Gefährdungsgrad unterschiedlicher Betriebssysteme 4 Allgemeine Prävention 4.1 bei Microsoft-Betriebssystemen 4.2 bei sonstigen Betriebssystemen 4.3 Personal Firewall 4.4 Antivirensoftware 4.5 Schutz durch Live-Systeme 5 Computervirentypen 5.1 Bootviren 5.2 Dateiviren/Linkviren 5.3 Makroviren 5.4 Skriptviren 5.5 Mischformen 5.6 Testviren 6 Infektionsarten 6.1 Companion-Viren 6.2 Überschreibende 6.3 Prepender 6.4 Appender 6.5 Entry Point Obscuring 7 Techniken 7.1 Arbeitsspeicher 7.2 Selbstschutz der Viren 7.2.1 Stealthviren 7.2.2 Verschlüsselte Viren 7.2.3 Polymorphe Viren 7.2.4 Metamorphe Viren 7.2.5 Retroviren 7.3 Mögliche Schäden/Payload 8 Wirtschaftliche Schäden 9 Aufbau 9.1 Achillesferse eines Virus 10 Geschichte 10.1 Theoretische Anfänge: Bis 1985 10.2 Praktische Anfänge: 1985–1990 10.3 Die Ära der DOS-Viren: 1990–1995 10.4 Die Ära der Viren für 32-Bit-Windows-Betriebssysteme: 1995–2002 10.5 Neue Nischen: Ab 2002 11 Quellenangaben 12 Literatur 13 Weblinks Arbeitsweise [Bearbeiten]Wie sein biologisches Vorbild benutzt ein Computervirus die Ressourcen seines Wirtes und schadet ihm dabei häufig. Auch vermehrt es sich meist unkontrolliert. Durch vom Virenautor eingebaute Schadfunktionen oder auch durch Fehler im Virus kann das Virus das Wirtssystem bzw. dessen Programme auf verschiedene Weisen beeinträchtigen, von harmloseren Störungen bis hin zu Datenverlust. Viren brauchen, im Gegensatz zu Computerwürmern, einen Wirt um ihren Schadcode auszuführen. Viren haben keine eigenständigen Verbreitungsroutinen, d. h. ein Computervirus kann nur durch ein infiziertes Wirtsprogramm verbreitet werden. Wird dieses Wirtsprogramm aufgerufen, wird – je nach Virentyp früher oder später – das Virus ausgeführt, das sich dann selbst in noch nicht infizierte Programme weiterverbreiten oder seine eventuell vorhandene Schadwirkung ausführen kann. Heutzutage sind Computerviren fast vollständig von Würmern verdrängt worden, da fast jeder Rechner an Rechnernetze (lokale Netze und das Internet) angeschlossen ist und die aktive Verbreitungsstrategie der Würmer in kürzerer Zeit eine größere Verbreitung ermöglicht. Viren sind nur noch in neuen Nischen von Bedeutung. Unterschied zwischen Virus und Wurm [Bearbeiten]Computerviren und -Würmer verbreiten sich beide auf Rechnersystemen, doch basieren sie zum Teil auf vollkommen verschiedenen Konzepten und Techniken. Ein Virus verbreitet sich, indem es sich selbst in noch nicht infizierte Dateien kopiert und diese ggf. so anpasst, dass das Virus mit ausgeführt wird, wenn das Wirtsprogramm gestartet wird. Zu den infizierbaren Dateien zählen normale Programmdateien, Programmbibliotheken, Skripte, Dokumente mit Makros oder anderen ausführbaren Inhalten sowie Bootsektoren (auch wenn Letztere normalerweise vom Betriebssystem nicht als Datei repräsentiert werden). Die Verbreitung auf neue Systeme erfolgt durch versehentliches (gelegentlich auch absichtliches) Kopieren einer infizierten Wirtsdatei auf das neue System durch einen Anwender. Dabei ist es unerheblich, auf welchem Weg diese Wirtsdatei kopiert wird: Früher waren die Hauptverbreitungswege Wechselmedien wie Disketten, heute sind es Rechnernetze (z. B. via E-Mail zugesandt, von FTP-Servern, Web-Servern oder aus Tauschbörsen heruntergeladen). Es existieren auch Viren, die Dateien in freigegebenen Ordnern in LAN-Netzwerken infizieren, wenn sie entsprechende Rechte besitzen. Im Gegensatz zu Viren warten Würmer nicht passiv darauf, von einem Anwender auf einem neuen System verbreitet zu werden, sondern versuchen, aktiv in neue Systeme einzudringen. Sie nutzen dazu Sicherheitsprobleme auf dem Zielsystem aus, wie z. B.: Netzwerk-Dienste, die Standardpasswörter oder gar kein Passwort benutzen Design- und Programmierfehler in Netzwerk-Diensten Design- und Programmierfehler in Anwenderprogrammen, die Netzwerkdienste benutzen (z. B. E-Mail-Clients) Ein Wurm kann sich dann wie ein Virus in eine andere Programmdatei einfügen; meistens versucht er sich jedoch nur an einer unauffälligen Stelle im System mit einem unauffälligen Namen zu verbergen und verändert das Zielsystem so, dass beim Systemstart der Wurm aufgerufen wird (wie etwa die Autostart-Funktion in Microsoft-Windows-Systemen). In der Umgangssprache werden Computerwürmer wie „I Love You“ oft fälschlicherweise als Viren bezeichnet, da der Unterschied für Anwender oft nicht ersichtlich ist. Gefährdungsgrad unterschiedlicher Betriebssysteme [Bearbeiten]Das verwendete Betriebssystem hat großen Einfluss darauf, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Virusinfektion ist bzw. wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine systemweite Infektion ist. Grundsätzlich sind alle Betriebssysteme anfällig, die einem Programm erlauben, eine andere Datei zu manipulieren. Ob Sicherheitssysteme wie z. B. Benutzerrechte-Systeme vorhanden sind (und auch benutzt werden), beeinflusst, in wie weit sich ein Virus auf einem System ausbreiten kann. Betriebssysteme ohne jegliche Rechtesysteme wie z. B. MS-DOS, Windows 9x oder Amiga-Systeme sind die anfälligsten Systeme. Wenn der Benutzer ausschließlich als Administrator arbeitet und somit das Rechtesystem nicht eingreifen kann, sind jedoch auch Unix und Unix-ähnliche Systeme wie Linux und Mac OS X theoretisch genauso anfällig. Genau das ist auch das Hauptproblem von aktuellen Microsoft-Windows-Systemen, die über ein gutes Benutzerrechtesystem verfügen, dieses aber normalerweise eine systemweite Virusverbreitung nicht verhindern kann, da die meisten Anwender aus verschiedenen Gründen als Administrator arbeiten oder ihr Benutzerkonto Administratorrechte besitzt. Ein Grund dafür ist, das nach der Installation von Windows das automatisch eingerichtete Benutzerkonto Administratorenrechte besitzt und weitere Konten erst vom Benutzer eingerichtet werden müssen. Die meisten Linux Distributionen richten bei der Installation ein Nutzerkonto mit eingeschränkten Rechten ein, so das beim ersten Start zunächst nur beschränkte Rechte zur Verfügung stehen und der so genannte Root-Nutzer, der Administratorenrechte besitzt, erst gezielt gestartet werden muss. Wenn ein Anwender mit einem Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten arbeitet, kann ein Virus sich nur auf Dateien verbreiten, auf die der Benutzer die entsprechenden Rechte zur Manipulation besitzt. Das heißt in der Regel, dass Systemdateien vom Virus nicht infiziert werden können, solange der Administrator oder mit Administratorrechten versehene Systemdienste nicht Dateien des infizierten Benutzers aufrufen. Eventuell auf dem gleichen System arbeitende Benutzer können meist ebenfalls nicht infiziert werden, so lange sie nicht eine infizierte Datei des infizierten Benutzers ausführen oder die Rechte des infizierten Benutzers erlauben, die Dateien von anderen Benutzern zu verändern. Da Windows-Systeme heute die weiteste Verbreitung haben, sind sie derzeit das Hauptziel von Virenautoren. Die Tatsache, dass sehr viele Windows-Anwender mit Konten arbeiten, die Administratorrechte haben, sowie die Unkenntnis von Sicherheitspraktiken bei der relativ hohen Zahl unerfahrener Privatanwender macht Windows-Systeme noch lohnender als Ziel von Virenautoren. Während für Windows-Systeme über 60.000 Viren bekannt sind, liegt die Zahl der bekannten Viren für Linux und dem klassischen Mac OS jeweils bei etwa 50, für das seit einiger Zeit aktuelle (auf dem Unix-Subsystem Darwin basierende) Mac OS X sind bisher unter 10 Viren bekannt (aktuell zwei im Februar 2006). In „freier Wildbahn“ werden allerdings weitaus weniger verschiedene Viren beobachtet als theoretisch bekannt sind. Das erste Virus für Apples Mac-OS-X-Betriebssystem wurde am 13. Februar 2006 im Forum einer US-amerikanischen Gerüchteseite veröffentlicht. Bis dahin galt das Betriebssystem der Macintosh Computer als gänzlich von Viren und Würmern unbelastet. Der Hersteller von Windows Antivirenprogrammen Sophos stellt in seinem Security Report 2006' öffentlich fest, dass Mac OS X sicherer ist als Windows.[1] Die meist kommerzielle Nutzung von Apple- und Unix-Computern allgemein führt unter anderem auch dazu, dass der Sicherheitsstandard höher ist, weil professionell betreute Computersysteme oft gut geschützt werden. Außerdem macht die geringe Verbreitung von Macintosh-Rechnern die Virenentwicklung weniger lohnend. Bei Unix- und Linux-Systemen sorgen die höheren Sicherheitsstandards und die noch nicht so hohe Verbreitung dieser Systeme bei Endanwendern dafür, dass sie für Virenautoren momentan kein lohnendes Ziel darstellen und Viren „in freier Wildbahn“ praktisch nicht vorkommen. Anders sieht es bei Computerwürmern aus. Unix-/Linux-Systeme sind wegen der hohen Marktanteile bei Internet-Servern mittlerweile ein häufiges Ziel von Wurmautoren. Der Quellcode von Linux sowie der meisten anderen Unix-Betriebssysteme liegt offen und ist frei verfügbar, was die erfolgreiche Virenentwicklung für diese Betriebssysteme erschwert, da Sicherheitslücken meist sehr schnell geschlossen werden, nachdem sie entdeckt wurden. Allgemeine Prävention [Bearbeiten] bei Microsoft-Betriebssystemen [Bearbeiten]Anwender sollten niemals unbekannte Dateien oder Programme aus unsicherer Quelle ausführen und generell beim Öffnen von Dateien Vorsicht walten lassen. Das gilt insbesondere für Dateien, die per E-Mail empfangen wurden. Solche Dateien – auch eigentlich harmlose Dokumente wie Bilder oder PDF-Dokumente – können durch Sicherheitslücken in den damit verknüpften Anwendungen auf verschiedene Weise Schadprogramme aktivieren. Daher ist deren Überprüfung mit einem aktuellen Antivirenprogramm zu empfehlen. Betriebssystem und Anwendungen sollten regelmäßig aktualisiert werden und vom Hersteller bereitgestellte Service Packs und Patches/Hotfixes eingespielt werden. Dabei ist zu beachten, dass es einige Zeit dauern kann, bis Patches bereitgestellt werden. [2] Einige Betriebssysteme vereinfachen diese Prozedur, indem sie das automatische Herunterladen und Installieren von Updates unterstützen. Manche unterstützen sogar das gezielte Herunterladen und Installieren nur derjenigen Updates, die sicherheitskritische Probleme beheben. Dazu gibt es auch die Möglichkeit, die Service Packs und Hotfixes für Windows 2000 und Windows XP via „Offline-update“ (siehe Weblinks) einzuspielen. Diese Offline-updates sind besonders bei neuen PCs zu empfehlen, da andernfalls der PC bereits beim ersten Verbinden mit dem Internet infiziert werden könnte. Die eingebauten Schutzfunktionen des Betriebssystems sollten ausgenutzt werden. Dazu zählt insbesondere, nicht als Administrator mit allen Rechten, sondern als Nutzer mit eingeschränkten Rechten zu arbeiten, da dieser keine Software systemweit installieren darf. Das automatische Öffnen von Dateien aus dem Internet sowie das automatische Ausblenden von bekannten Dateianhängen sollte deaktiviert werden, um nicht versehentlich Dateien auszuführen, die man sonst als getarnten Schädling erkennen würde. Auch durch die Autostartfunktion für CD-ROMs und DVD-ROMs können Programme bereits beim Einlegen eines solchen Datenträgers ausgeführt und damit ein System infiziert werden. Es empfiehlt sich, die auf den meisten Privatrechnern vorinstallierte Software von Microsoft zu meiden oder sicherer zu konfigurieren, da sie meist so konfiguriert sind, dass sie für den Anwender den höchsten Komfort und nicht die höchste Sicherheit bieten. Auch bieten sie durch ihren extrem hohen Verbreitungsgrad eine große Angriffsfläche. Vor allem Internet Explorer (IE) und Outlook Express sind hier zu nennen. Sie sind die am häufigsten von Schädlingen angegriffenen Anwendungen, da sie extrem weit verbreitet und in den Standardeinstellungen leicht angreifbar sind. Die zur Zeit bedeutendsten Alternativen zum Internet Explorer sind Firefox sowie Opera, die beide mehr Sicherheit versprechen. Alternativen zu Outlook Express sind beispielsweise Mozilla Thunderbird oder The Bat. bei sonstigen Betriebssystemen [Bearbeiten]Es existieren auch Computerviren für Nicht-Microsoft Betriebssysteme. Bekannte Beispiele dafür sind Symbian OS, Linux, Mac OS und Betriebssysteme der BSD-Reihe. Da diese Viren jedoch kaum verbreitet sind, stellen sie für den Benutzer keine große Gefahr da. Ein Grund dafür ist einerseits die geringere Verbreitung dieser Plattformen, sodass Virenschreiber diese Systeme in der Vergangenheit eher verschont haben und es andererseits für die Schadprogramme eine erhebliche Schwierigkeit bietet, weitere Infektionsopfer zu finden. Ein weiterer, technischer Grund ist die explizite Rechtetrennung vieler anderer Betriebssysteme. Bei quelloffenen Betriebssystemen kommt noch hinzu, dass es viele verschiede Distributionen gibt, was wiederum eine Einschränkung für Viren darstellt. Personal Firewall [Bearbeiten]Personal Firewalls zeigen gegen Viren keine Wirkung, da ihre Arbeitsweise nichts mit der der Viren zu tun hat, sondern auf die von Würmern zugeschnitten ist. Antivirensoftware [Bearbeiten] Ein Online-Scanner erkennt einen Virus.Antivirenprogramme schützen (mit Ausnahmen) nur vor bekannten Viren. Daher ist es bei der Benutzung eines solchen Programms wichtig, regelmäßig die von den Herstellern bereitgestellten aktualisierten Virensignaturen einzuspielen. Viren der nächsten Generation (Tarnkappenviren) können von Antivirensoftware fast nicht mehr erkannt werden [1]. Mit Hilfe dieser Programme werden Festplatte und Arbeitsspeicher nach schädlichen Programmen durchsucht. Antivirenprogramme bieten meist zwei Betriebsmodi: einen manuellen, bei dem das Antivirenprogramm erst auf Aufforderung des Benutzers alle Dateien einmalig überprüft (on demand) und einen automatischen, bei dem alle Schreib- und Lesezugriffe auf die Festplatte (teilweise auch auf den Arbeitsspeicher) und damit auch E-Mail-Anhänge und sonstige Downloads überprüft werden (on access). Es gibt Antivirenprogramme, die mehrere (für das Scannen nach Viren verantwortliche) „Engines“ nutzen. Wenn diese unabhängig voneinander suchen, steigt die Erkennungswahrscheinlichkeit. Antivirenprogramme bieten nie vollständigen Schutz, da die Erkennungsrate selbst bei bekannten Viren nicht bei 100% liegt. Unbekannte Viren können von den meisten dieser Programme anhand ihres Verhaltens entdeckt werden („Heuristik“); diese Funktionen arbeiten jedoch sehr unzuverlässig. Auch entdecken Antivirenprogramme Viren oft erst nach der Infektion und können das Virus unter Umständen nicht im normalen Betrieb entfernen. Besteht der berechtigte Verdacht einer Infektion, sollten nacheinander mehrere On-Demand-Programme eingesetzt werden. Dabei ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass die Programme unterschiedliche „Engines“ nutzen, damit die Erkennungsrate steigt. Es gibt Antivirenprogramme verschiedener Hersteller, welche die gleichen Scan-Methoden anwenden, also im Grunde eine ähnlich hohe Erkennungswahrscheinlichkeit haben und damit auch ein ähnliches Risiko, bestimmte Viren zu übersehen. Verschiedene On-Access-Antivirenprogramme („Wächter“, „Guard“, „Shield“, etc.) sollten nie gleichzeitig installiert werden, weil das zu Fehlfunktionen des PC führen kann: Da viele dieser On-Access-Scanner bereits beim Hochfahren des Betriebssystems nach Bootsektorviren suchen, werden sie quasi gleichzeitig gestartet und versuchen einen alleinigen und ersten Zugriff auf jede zu lesende Datei zu erlangen, was naturgemäß unmöglich ist und daher zu schweren Systemstörungen führen kann bzw. muss. Werden mehrere On-Demand-Scanner installiert und – auch unabhängig, also nicht gleichzeitig – gestartet und ausgeführt, sind falsche Virenfunde häufig, bei denen das eine Programm die Virensignaturen des anderen auf der Festplatte oder im Arbeitsspeicher als Virus erkennt bzw. schon gesicherte Virendateien im so genannten „Quarantäne-Ordner“ des anderen Programms findet. Auch ein On-Access-Scanner kann deshalb bei einem zusätzlich gestarteten On-Demand-Scanvorgang eines anderen Virensuchprogramms im Konkurrenzprodukt also fälschlich eine oder mehrer Viren finden. Grundsätzlich sollte gelegentlich, aber regelmäßig der gesamte PC on demand auf Viren untersucht werden, da – mit Hilfe neuer Virensignaturen – alte, früher nicht erkannte Virendateien entdeckt werden können und darüber hinaus auch die „Wächtermodule“ ein und desselben Herstellers manchmal anders suchen und erkennen als der zugehörige On-Demand-Scanner. Schutz durch Live-Systeme [Bearbeiten]Live-Systeme wie Knoppix, die unabhängig vom installierten Betriebssystem von einer CD gestartet werden, bieten nahezu vollständigen Schutz, wenn keine Schreibgenehmigung für die Festplatten erteilt wird. Weil keine Veränderungen an Festplatten vorgenommen werden können, kann sich kein schädliches Programm auf der Festplatte einnisten. Speicherresidente Malware kann aber auch bei solchen Live-Systemen Schaden anrichten, indem diese Systeme als Zwischenwirt bzw. Infektionsherd für andere Computer dienen können. Malware, die direkt im Hauptspeicher residiert, wird erst bei einem Reboot unschädlich gemacht. Computervirentypen [Bearbeiten] Bootviren [Bearbeiten]Bootviren zählen zu den ältesten Computerviren. Diese Viren waren bis 1995 eine sehr verbreitete Form von Viren. Ein Bootsektorvirus infiziert den Bootsektor von Disketten und Festplattenpartitionen oder den Master Boot Record (MBR) einer Festplatte. Der Bootsektor ist der erste physische Teil einer Diskette oder einer Festplattenpartition. Festplatten haben außerdem einen so genannten Master Boot Record oder MBR. Dieser liegt wie der Bootsektor von Disketten ganz am Anfang des Datenträgers. Bootsektoren und MBR enthalten mit den Boot-Loadern die Software, die von einem Rechner direkt nach dessen Start ausgeführt wird, sobald die Firmware bzw. das BIOS den Rechner in einen definierten Startzustand gebracht hat. Üblicherweise laden Boot-Loader das installierte Betriebssystem und übergeben diesem die Kontrolle über den Computer. Wie beschrieben sind Boot-Loader Programme, die vor dem Betriebssystem ausgeführt werden und deshalb für Viren sehr interessant: Bootviren können in das Betriebssystem, das nach ihnen geladen wird, eingreifen und dieses manipulieren oder dieses komplett umgehen. Dadurch können sie sich z. B. auf Bootsektoren eingelegter Disketten verbreiten. Lädt ein Rechner nicht den MBR der Festplatte sondern den infizierten Bootsektor einer Diskette, versucht das enthaltene Bootvirus meist, sich in den MBR der Festplatte zu verbreiten, um bei jedem Start des Computers ohne Diskette aktiv werden zu können. Bootviren haben jedoch mit den technischen Limitierungen, die mit dem Speicherort „Bootsektor“ bzw. vor allem „MBR“ einhergehen, zu kämpfen: sie können maximal 444 Bytes groß sein, sofern sie nicht noch weitere Teile auf anderen Teilen der Festplatte verstecken. (Der MBR ist nach Industrienorm einen Sektor, also 512 Byte groß, aber einige Bytes werden für die Hardware- und BIOS-Kompatibilität verbraucht.) Außerdem müssen sie die Aufgaben des Boot-Loaders übernehmen, damit das System funktionsfähig bleibt, was von dem ohnehin schon sehr geringen Platz für die Virenlogik noch weiteren Platz wegnimmt. Da sie vor einem Betriebssystem aktiv werden, können sie außerdem nicht auf von einem Betriebssystem bereitgestellte Funktionen wie das Finden und Öffnen einer Datei zurückgreifen. Seit 2005 gibt es auch Bootsektorviren für CD-ROMs. Diese infizieren bootfähige CD-ROM-Image-Dateien (ISO-Images). Es ist technisch möglich, ein Bootsektorvirus für einen USB-Stick oder für ein LAN-Netzwerk zu erstellen, dies ist aber bis 2005 noch nicht geschehen. Heutzutage gibt es beinahe keine Bootsektorviren mehr, da BIOS und Betriebssysteme meistens einen gut funktionierenden Schutz vor ihnen haben. Zwar gibt es Bootsektorviren, die diesen Schutz umgehen können, doch ist ihre Verbreitung im Allgemeinen sehr langsam. Durch die technischen Probleme, die mit diesem Virentyp einhergehen, fordern sie vom Virenautor außerdem deutlich mehr Wissen und Programmierfertigkeiten, während sie zugleich seine Möglichkeiten stark einschränken. Dateiviren/Linkviren [Bearbeiten] Teil der Infektionsroutine eines Dateivirus, das PE-Dateien infiziert.Linkviren oder Dateiviren sind der am häufigsten anzutreffende Virentyp. Sie infizieren ausführbare Dateien oder Programmbibliotheken auf einem Betriebssystem. Um eine ausführbare Datei zu infizieren, muss das Virus sich in diese Wirtsdatei einfügen (oft direkt am Ende, da dies am einfachsten ist). Außerdem modifiziert das Virus die Wirtsdatei so, dass das Virus beim Programmstart aufgerufen wird. Eine spezielle Form von Linkviren wählt eine andere Strategie und fügt sich in eine bestehende Programmfunktion ein. Zu den verschiedenen Arten von Linkviren siehe Infektionsarten. Makroviren [Bearbeiten]Makroviren benötigen Anwendungen, die Dokumente mit eingebetteten Makros verarbeiten. Sie befallen Makros in nicht-infizierten Dokumenten oder fügen entsprechende Makros ein, falls diese noch nicht vorhanden sind. Makros werden von den meisten Office-Dokument-Typen verwendet, wie z. B. in allen Microsoft-Office- sowie OpenOffice.org-Dokumenten. Aber auch andere Dokument-Dateien können Makros enthalten. Sie dienen normalerweise dazu, in den Dokumenten wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren oder zu vereinfachen. Häufig unterstützen Anwendungen mit solchen Dokumenten ein spezielles Makro, das automatisch nach dem Laden des Dokuments ausgeführt wird. Dies ist ein von Makroviren bevorzugter Ort für die Infektion, da er die höchste Aufruf-Wahrscheinlichkeit hat. Wie Linkviren versuchen auch Makroviren, noch nicht infizierte Dateien zu befallen. Da die meisten Anwender sich nicht bewusst sind, dass z. B. ein Textdokument ausführbare Inhalte und damit ein Virus enthalten kann, gehen sie meist relativ sorglos mit solchen Dokumenten um. Sie werden sehr oft an andere Anwender verschickt oder sogar auf öffentlichen Servern zum Herunterladen angeboten. Dadurch können sich Makroviren recht gut verbreiten. Um das Jahr 2000 herum stellten sie die größte Bedrohung dar, bis sie darin von den Computerwürmern abgelöst wurden. Ein Schutz gegen Makroviren besteht darin, dafür zu sorgen, dass nur zertifizierte Makros von der Anwendung ausgeführt werden. Dies ist insbesondere für (größere) Unternehmen und Behörden von Interesse, wo eine zentrale Zertifizierungsstelle Makros zum allgemeinen Gebrauch vor deren Freigabe überprüft und akzeptierte Makros zertifiziert. Es empfiehlt sich weiterhin, das automatische Ausführen von Makros in der entsprechenden Anwendung auszuschalten. Skriptviren [Bearbeiten] Teil des Source-Codes von Html.Lame, einem Skriptvirus, das HTML-Dateien infiziert.Ein Skript ist ein Programm, welches nicht durch einen Kompilierer in Maschinensprache übersetzt wird, sondern durch einen Interpreter Schritt für Schritt ausgeführt wird. Ein Skript wird häufig auf Webservern verwendet (z. B. in Form der Skriptsprache Perl oder PHP) bzw. durch in Webseiten eingebettet Skriptsprachen (z. B. JavaScript). Ein Skript wird gerne in Webseiten zusätzlich zu normalem HTML oder XML eingesetzt, um Funktionen zu realisieren, die sonst nur unter Zuhilfenahme ausführbarer Programme auf dem Server (CGI-Programme) realisierbar wären. Solche Funktionen sind zum Beispiel Gästebücher, Foren, dynamisch geladene Seiten oder Webmailer. Skriptsprachen sind meist vom Betriebssystem unabhängig. Um ein Skript auszuführen, wird ein passender Interpreter – ein Programm, das das Skript von einer für den Menschen lesbaren Programmiersprache in eine interne Repräsentation umsetzt und dann ausführt – benötigt. Wie alle anderen Viren auch sucht das Skriptvirus eine geeignete Wirtsdatei, die es infizieren kann. Im Falle von HTML-Dateien fügt sich das Skriptvirus in einen speziellen Bereich, dem Skriptbereich, einer HTML-Datei ein (oder erzeugt diesen). Die meisten Browser laden diesen Skriptbereich des HTML-Dokuments um ihn schließlich ausführen. Diese speziellen Skriptviren verhalten sich also fast genauso wie die oben beschriebenen Makroviren. Unix-, Mac-OS-X- und Linux-Systeme benutzen für die Automatisierung vieler Aufgaben ein Skript, welches z. B. für eine Unix-Shell wie bash, in Perl oder in Python geschrieben wurde. Auch für diese Skriptsprachen gibt es Viren, die allerdings nur Laborcharakter haben und in der „freien Wildbahn“ so gut wie nicht anzutreffen sind. Auch können sie nicht wie in HTML eingebettete Skriptviren versehentlich eingefangen werden, sondern man muss – wie bei einem Linkvirus – erst ein verseuchtes Skript auf sein System kopieren und ausführen. Mischformen [Bearbeiten]Nicht alle Computerviren fallen eindeutig in eine spezielle Kategorie. Es gibt auch Mischformen wie zum Beispiel Viren, die sowohl Dateien als auch Bootsektoren infizieren (Beispiel: Kernelviren) oder Makroviren, die auch Programmdateien infizieren können. Bei der Zusammensetzung ist beinahe jede Variation möglich. Testviren [Bearbeiten] Meldung der Eicartestdatei nach der AusführungDie Eicar Testdatei ist eine Datei, die benutzt wird um Virenscanner zu testen. Sie ist kein Virus und enthält auch keinen „viralen“ Inhalt, sondern ist nur per Definition als Virus zu erkennen. Jeder Virenscanner sollte diese Datei erkennen. Sie kann deswegen benutzt werden, um auf einem System – das von keinem Virus infiziert wurde – zu testen, ob der Virenscanner korrekt arbeitet. Infektionsarten [Bearbeiten] Companion-Viren [Bearbeiten]Companion-Viren infizieren nicht die ausführbaren Dateien selbst, sondern benennen die ursprüngliche Datei um und erstellen eine Datei mit dem ursprünglichen Namen, die nur das Virus enthält, oder sie erstellen eine Datei mit ähnlichem Namen, die vor der ursprünglichen Datei ausgeführt wird. Es handelt sich also nicht um ein Virus im eigentlichen Sinne, da kein Wirtsprogramm manipuliert wird. Unter MS-DOS gibt es beispielsweise Companion-Viren, die zu einer ausführbaren EXE-Datei eine versteckte Datei gleichen Namens mit der Endung „.com“ erstellen, die dann nur das Virus enthält. Wird in der Kommandozeile von MS-DOS ein Programmname ohne Endung eingegeben, sucht das Betriebssystem zuerst nach Programmen mit der Endung „.com“ und danach erst nach Programmen mit der Endung „.exe“, so dass der Schädling vor dem eigentlichen Programm in der Suchreihenfolge erscheint und aufgerufen wird. Der Schädling führt, nachdem er sich meist im Arbeitsspeicher festgesetzt hat, das ursprüngliche Programm aus, so dass der Benutzer oft nichts von der Infektion bemerkt. Überschreibende [Bearbeiten]Überschreibende Computerviren sind die einfachste Form von Viren, wegen ihrer stark zerstörenden Wirkung allerdings auch am leichtesten zu entdecken. Wenn ein infiziertes Programm ausgeführt wird, sucht das Virus nach neuen infizierbaren Dateien und überschreibt entweder die ganze Datei oder nur einen Teil derselben (meist den Anfang) mit einer benötigten Länge. Die Wirtsdatei wird dabei irreparabel beschädigt und funktioniert nicht mehr oder nicht mehr korrekt, wodurch eine Infektion praktisch sofort auffällt. Prepender [Bearbeiten]Diese Art von Computerviren fügt sich am Anfang der Wirtsdatei ein. Beim Ausführen der Wirtsdatei wird zuerst das Virus aktiv, das sich weiterverbreitet oder seine Schadwirkung entfaltet. Danach stellt das Virus im Arbeitsspeicher den Originalzustand des Wirtsprogramms her und führt dieses aus. Außer einem kleinen Zeitverlust merkt der Benutzer nicht, dass ein Virus gerade aktiv wurde, da die Wirtsdatei vollkommen arbeitsfähig ist. Appender [Bearbeiten]Ein Appender-Virus fügt sich an das Ende einer zu infizierenden Wirtsdatei an und manipuliert die Wirtsdatei derart, dass es vor dem Wirtsprogramm zur Ausführung kommt. Nachdem das Virus aktiv geworden ist, führt es das Wirtsprogramm aus, indem es an den ursprünglichen Programmeinstiegspunkt springt. Diese Virusform ist leichter zu schreiben als ein Prepender, da das Wirtsprogramm nur minimal verändert wird und es deshalb im Arbeitsspeicher nicht wieder hergestellt werden muss. Da Appender einfach zu implementieren sind, treten sie relativ häufig auf. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel virenprogramm aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. hardware Hardware [ˈhɑːɹdwɛɹ] ist der Oberbegriff für die maschinentechnische Ausrüstung eines Computersystems. Dazu gehören alle Baugruppen (Komponenten) (Prozessor, Arbeitsspeicher etc.) und Peripheriegeräte. Vereinfacht gesagt gehört alles, was angefasst werden kann, zur Hardware. Im Gegensatz dazu bezeichnet man Programme und Daten als Software, welche man im Gegensatz zur Hardware nicht anfassen kann. MainboardDie Von-Neumann-Architektur unterscheidet seit 1946 abstrakt zwischen Rechenwerk, Speicherwerk, Steuerwerk, Eingabe-/Ausgabewerk und Bus-Verbindungssystem. Zur Hardware gehören: PC Komponenten: Die Grundbestandteile der Rechnerarchitektur wie Platine (siehe auch Hauptplatine – wird auch Motherboard oder Mainboard genannt), Chipsatz und Prozessor Arbeitsspeicher (RAM) Speichermedien / Laufwerke (Festplatte, Flashspeicher, CD-ROM-Laufwerk, DVD-Laufwerk, Zip-Laufwerk, Jaz-Laufwerk, …) Netzteil Erweiterungskarten (Grafikkarte, Soundkarte, PhysX-Karte, Netzwerkkarte, TV-Karte, ISDN-Karte, USB-Karte, …) Peripheriegeräte: Ausgabegeräte (Drucker, Bildschirm, Beamer, Lautsprecher, …) Eingabegeräte (Tastatur, Maus, Joystick, …) Einlesegeräte (verschiedene Arten von Scannern, Mikrofone, …) Alle diese Peripheriegeräte und Baugruppen eines Computers sind (zumindest teilweise) mit logischen Schaltungen aufgebaut. Die Hardware eines Computers wird vom BIOS bzw. EFI und dem Betriebssystem (Windows, Linux, Mac OS, Unix) und den dazugehörigen Treibern gesteuert und verwaltet. Des Weiteren bezeichnet man bei der Entwicklung elektronischer Schaltungen mit Hardware auch den Teil von Funktionen, die mittels festverdrahteter Bauelemente realisiert werden (siehe: Mikroelektronik). Häufig ist Hardware mit einer FCC-Nummer versehen, die eine eindeutige Identifizierung des Herstellers erlaubt. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel hardware aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Kategorien: Computer & Zubehör - EDV IT - Internet |